So hat das EP-Team den Volkstriathlon geschafft

Nach vier intensiven Trainingsmonaten war es am vergangenen Sonntag so weit: Die fünf EP-Teammitglieder gingen in St.Moritz top motiviert an den Start. Im Ziel berichteten die Sportlerinnen und Sportler, wie es ihnen am grossen Wettkampftag ergangen ist.

Carola Guggisberg, 24, Scuol: «Der grosse Tag ist gekommen und es wird bestimmt ein gutes Rennen. Ich freue mich riesig, bin aber doch ein wenig nervös.», sagte das jüngste Teammitglied zuversichtlich. Nach dem gemeinsamen Einlaufen ging es für Guggisberg schon bald ab in den Neoprenanzug. «Ich bin froh, wenn ich heil im Ziel ankomme.» Obwohl der Wettkampf sehr anstrengend gewesen sei, war Guggisberg auch nach dem Rennen noch positiv gestimmt. «Es war super Wetter und ein tolles Erlebnis. Das Schwimmen und Biken ging recht gut, beim Laufen hatte ich ein wenig Schwierigkeiten.» Bei der letzten Disziplin hatte die 24-Jährige starkes Seitenstechen. Doch gegen Schluss konnte sie nochmals richtig Gas geben. «Der Endspurt durfte schliesslich nicht fehlen.»

Urs Kühne, 45, Val Müstair: «Gib alles und geniesse das schöne Wetter.», motivierte sich Kühne kurz vor dem Start. Gesagt, getan: Der 45-Jährige rannte nach 1:26.40 ins Ziel und war mit seiner Leistung zufrieden. «Der Triathlon lief mir gut. Vor allem die Schwimmstrecke, denn es war nicht so kalt. Auch auf dem Velo fühlte ich mich, trotz anfänglichem Gegenwind, gut.» Als sich die Velo Etappe dem Ende zuneigte, hatte Kühne Bauchkrämpfe, die leider auch beim Laufen anhielten. «Der Kopf wollte noch 10 bis 20 Leute einholen.» Denn das Zählen der überholten Athleten motiviert und spornt Kühne bei Wettkämpfen an. «Aber das war nicht möglich. Die Krämpfe liessen das nicht zu.» Kühne ist mit seiner Leistung trotzdem zufrieden, denn es sei ein super Tag mit super Bedingungen und einer super Stimmung gewesen.

Robert Frieden, 70, Champfèr: «Ich bin bereit, auch wenn ich nicht ganz so viel trainiert habe, wie ich wollte.» Aber das Wetter sei gut und er bestreite den Wettkampf nach dem Motto: «Geniessen, geniessen, geniessen.» Doch der Start im 15 Grad kalten St.Moritzersee war auch für den sportbegeisterten Frieden kein Genuss. «Beim Schwimmen hatte ich etwas Mühe, es war mir einfach zu kalt. Das Atmen fiel mir bei den Temperaturen etwas schwer.» Dieses Problem begleitete ihn auch noch bei der Velo-Etappe. Beim Laufen habe er nicht mehr erwarten könnten. «Insgesamt ist es mir gut gelaufen und ich bin froh, dass ich nun im Ziel bin.»

Gabriela Egli, 38, St.Moritz: Um das schöne Wetter war auch Gabriela Egli froh. «Bei den trockenen Bedingungen ist es nicht rutschig. So habe ich sicher keine Probleme beim Bremsen auf der Radstrecke.» Sowieso sei sie froh, wenn die Radstrecke geschafft sei. «Anschliessend geht es zum Laufen. Das ist die Disziplin, in der ich mich wohl fühle.» Der Start im Wasser werde bestimmt kühl, aber auch auf diese Disziplin freute sich Egli. Ihre Motivation zahlte sich aus: Sie erreichte mit hervorragenden 1:25.25 den 14. Rang. Trotz des guten Resultats war die 38-Jährige selbstkritisch. «Ich bin nicht so geschwommen, wie ich wollte. Wegen der Kälte fiel mir das Atmen etwas schwer. Auf der Radstrecke musste ich etwas aufholen. Ich wusste aber, dass es gut kommt, sobald ich zur Lauf-Etappe starten kann.» Und so war es auch. Dort überholte sie einige Mitstreiter und freute sich über ihren erfolgreichen Endspurt. «Zum Schluss hat es richtig Spass gemacht!»

Ruth Ehrensperger, 31, Poschiavo: «Ich freue mich sehr auf den Triathlon, bin aber auch ziemlich nervös», sagte Ehrensperger kurz vor dem Start. Vor allem bei den Wechseln müsse sie konzentriert sein. «Ich muss genau überlegen, welchen Weg ich in der Wechselzone gehen muss.» Ehrensperger freute sich nicht nur vor dem Rennen, sondern empfand den Triathlon auch im Nachhinein als ein super Erlebnis. «Es lief mir wirklich gut, auch wenn es ziemlich anstrengend war.» Nach dem Schwimmen sei sie zwar eher am hinteren Ende des Feldes gewesen, damit habe sie aber gerechnet. «Danach hatte ich etwas Mühe den Neopren auszuziehen, aber auch das hat schlussendlich geklappt.» Beim Velofahren konnte sie dann einige Mitstreiter überholen. Das sei für sie mental sehr wichtig gewesen. «Beim Joggen fand ich dann auchmeinen Rhythmus und konnte den Triathlon sogar noch ein wenig geniessen.»