Ein erfolgreicher Nationalpark Bikemarathon

Nach der 137-Kilometer-Prüfung rund um den Schweizerischen Nationalpark gewinnt Christoph Sauser im Sprint gegen Urs Huber. Bei den Frauen triumphiert Milena Landtwing. Auch Claudio Tschenett und Monika Kamm siegen.

Insgesamt 1883 Teilnehmer sind am Samstagmorgen zum Erlebnis Nationalpark Bikemarathon gestartet. Das sind nur zwei Teilnehmer weniger als im Vorjahr. Rund 500 Voluntaris standen am Renntag im Einsatz. Und jeder Voluntari und jeder einzelne Teilnehmer könnte seine eigene Geschichte erzählen: Spannend, voller Eindrücke und Erlebnisse und reich an Emotionen. Alle Geschichten können hier nicht erzählt werden. Nur die Geschichte der Sieger zu erzählen, würde dem Anlass nicht gerecht werden. Denn wer am Samstag über die Startlinie gefahren ist – ob in Scuol, Fuldera, Livigno oder S-chanf – und schlussendlich nach grosser Leistung das Ziel in Scuol erreicht hat, ist ein Sieger. Das durchzogene Wetter stellte für alle Teilnehmer eine zusätzliche Herausforderung dar. Organisatorisch sind die Verantwortlichen sehr zufrieden und auch die Massnahmen für mehr Nachhaltigkeit waren ein Erfolg.

Der bisher knappste Entscheid

Insgesamt 626 Teilnehmer starteten auf der mit 137 Kilometer längsten Strecke mit Start und Ziel in Scuol. Für Spannung an der Spitze sorgten von Beginn weg drei bekannte Spezialisten: Der Vorjahres-Weltmeister und Nationalpark-Bikemarathon-Sieger von 2007 und 2013 Christoph Sauser hatte mit den Mehrjahres-Siegern Lukas Buchli (2009, 2010 und 2012) und Urs Huber (2008 und 2011) würdige Konkurrenz. Erst kurz vor Guarda musste Buchli seine beiden Konkurrenten ziehen lassen. Sauser und Huber entschieden das Rennen erst im Schlusssprint auf der Gurlaina-Brücke.

Landtwing gewinnt zum 4. Mal

Christoph Sauser siegte nach 5 Stunden und 36 Minuten mit 0,3 Sekunden Vorsprung vor Urs Huber. Knapp eine Minute später erreichte Lukas Buchli als Drittplatzierter das Ziel. Bei den Frauen gewinnt Milena Landtwing aus Pontresina. Sie erreichte das Ziel nach 6 Stunden und 38 Minuten. «Ich hatte nicht die besten Beine», erzählte sie im Ziel. Trotzdem reichte es zum bereits vierten Sieg am Nationalpark Bikemarathon. «Zu Hause zu siegen, ist für mich das Grösste», freute sie sich. Auf dieser Strecke wurde sie im Jahr 2011 trotz Rennabbruch Schweizermeisterin. Christina Willy-Kraxner aus Scuol erreichte als beste nicht lizenzierte Frau den hervorragenden 5. Schlussrang. Aber auch andere Engadiner sorgten für tolle Geschichten. Claudio Tschenett aus St. Moritz konnte den Vorjahressieg auf der 66 Kilometer langen Strecke von Livigno über den Pass da Chaschauna nach Scuol bestätigen und das Rennen in 2 Stunden und 57 Minuten wieder für sich entscheiden.

Dann gibt es noch diese Geschichte vom EP-Team: Während drei Monaten haben sich sechs Engadiner auf die Herausforderung vorbereitet. Während dieser Zeit ist aus sechs Einzelsportlern ein Team entstanden. Am wenigsten Bike-Erfahrung hatte Monika Kamm aus Madulain. Und am Samstag war sie mit einer Stunde und 47 Minuten die schnellste Frau auf der kurzen Strecke (47 Kilometer) von S-chanf nach Scuol. Die Geschichte des EP-Teams wird in der Ausgabe vom Donnerstag fertig erzählt.

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