Sprachenmix am Arbeitsplatz - Die Kommunikation mit Mitarbeitern und Kunden funktioniert im Notfall auch mit Händen und Füssen

In dieser EP/PL-Ausgabe mit Schwerpunktthema «Mehrsprachigkeit» richtet sich der Fokus auf das Arbeitsumfeld. Die Online-Umfrage «Sind Kinder in der Primarschule mit zwei Fremdsprachen überfordert?» läuft die ganze Woche weiterhin auf www.engadinerpost.ch .
Romanisch sollte als Korrespondenzsprache in der Wirtschaft vermehrt eingesetzt werden, findet Urs Cadruvi. Dem ehemaligen Generalsekretär der Lia Rumauntscha und heutigen Vizedirektor der Flury-Stiftung ist der Mehraufwand bewusst, den Vielsprachigkeit am Arbeitsplatz verursacht. Vor allem aber touristische Unternehmen könnten davon nur profitieren, ist sich Cadruvi sicher. Denn Gäste und Unterländer fänden die romanische Sprache sympathisch.
Das haben die Engadiner Tourismusorganisationen erkannt und fahren immer wieder Werbekampagnen, die mit romanischen Wörtern gespickt sind. Diese Art Werbung soll mehr als nur ein Gag sein. Ob sympathisch oder nicht, für Zuzüger ist Romanisch definitiv eine Herausforderung. Ein Engländer, eine Chinesin und ein Italiener erzählen in dieser Ausgabe von ihren täglichen Sprachproblemen. Sie finden es einfacher, sich mit Händen und Füssen zu verständigen, als Deutsch, Schweizerdeutsch und dann auch noch Romanisch zu lernen.
Auch eine Art Zuzüger, wenn auch Romanisch sprechend, war der EP/PL-Redaktor Jon Duschletta. Er hat sich für das Schwerpunktthema auf eine Reise in die Vergangenheit gemacht.
Die schwedische Wahl-Engadinerin Sara Vogt empfindet Zweisprachigkeit als Luxus und für sich persönlich als Verbindung zu ihrer Heimat. In der heutigen Tribüne erläutert Vogt, weshalb sie es als dringend notwendig erachtet, ihre Muttersprache wiederum an ihre eigenen Kinder weiterzugeben.
Die Welt oder zumindest das Zusammenleben verschiedener Kulturen zu verbessern, ist auch das Ziel von zweisprachigen Medien. Nebst der «Engadiner Post/Posta Ladina» gibt es in der Schweiz nur noch eine weitere zweisprachige Zeitung, die «Biel/Bienne». Warum diese Wochenzeitung sogar als Unterrichtsmaterial dient und alles rund um Mehrsprachigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft, lesen Sie auf den     Seiten 2, 9, 13, 15 und 17