Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Schluss

51 Prozent Nein, 48 Prozent Ja: Dies das Ergebnis des Olympia-Votings der EP/PL für den Monat Januar. Seit September wird dieses Voting gemacht, immer war die Entscheidung sehr knapp.

«Werden Sie am 3. März eine Kandidatur St. Moritz/Davos für die Olympischen Winterspiele unterstützen?» Dies wollte die EP/PL von ihren Leserinnen und Lesern wissen und hat darum ein Online-Voting aufgeschaltet, das jeden Monat abgeschlossen und neu gestartet worden ist. Fazit: Die Entscheidungen waren immer knapp, gesamthaft aber hatten die Gegner die Nase leicht vorne (siehe Grafik). Das gilt auch für die Auswertung der Januar-Zahlen: Insgesamt 3788 Personen haben am Voting mitgemacht - so viele wie nie. 1945 Stimmen waren gegen eine Kandidatur, 1813 dafür. Nur 30 Stimmende waren unentschlossen.
Aus diesem Ergebnis und den anderen Monatsresultaten nun einen Trend ablesen zu wollen für die Abstimmung vom 3. März wäre aber nicht seriös. Denn die EP/PL hat immer daraufhingewiesen, dass eine solche anonyme Online-Abstimmung keinen repräsentativen Charakter hat. Dies im Gegensatz zu Befragungen von Meinungsforschungsinstituten, die telefonisch geführt werden und sich an ein zuvor definiertes und durchmischtes Publikum richten.
Eines aber zeigt das Online-Voting deutlich auf: Das Thema Olympia-Kandidatur bewegt. Das zeigen zum einen die hohen Teilnehmerzahlen am Voting, zum anderen aber auch die 130 Kommentare, die auf der Website abgegeben worden sind. Dort halten sich befürwortende und ablehnende Meinungen in etwa die Waage. Vor allem das Thema Finanzen ist in den letzten Tagen sehr kontrovers diskutiert worden. «Wenn der Bund eine Milliarde bezahlt und allenfalls doch eine Defizitgarantie übernehmen würde, dann müssen auch alle Schweizer darüber abstimmen können», meint beispielsweise ein Kommentator. Ein anderer bezeichnet die Milliarde als «Peanuts» im Bundesbudget, vor allem verteilt über mehrere Jahre. «Hier hätte die ganze Schweiz einen Mehrwert».
Mit der Auswertung des Monats Januar wird auch das Online-Voting abgeschlossen. In den nächsten Tagen wird das Abstimmungsmaterial verschickt. Zudem wäre das Februar-Voting fast bis zur Abstimmung gelaufen, was wenig Sinn macht.