Was, wenn es doch mehr kostet?

Wer soll für ein allfälliges Defizit von Olympischen Winterspielen aufkommen? Eine Frage, die plötzlich wieder aktuell wird.

Seit der Präsentation des Olympia-Budgets ist klar: Der Bund will eine Milliarde Franken an das operative Budget beisteuern. Das muss reichen, hat Bundesrat Ueli Maurer schon im Dezember in St. Moritz gesagt. Wörtlich: «Das finanzielle Problem ist absolut lösbar respektive es ist eigentlich keines.»
Das sieht die nationalrätliche Finanzkommission etwas anders. Sie sagt zwar grundsätzlich Ja zur Bundesmilliarde in Form eines Verpflichtungskredits, schliesst aber aus, dass der Bund auch nur einen Rappen Defizit übernimmt. Und auch der Kanton wird nicht mehr als die 300 Millionen Franken bezahlen: so steht es explizit in der Botschaft, über die am 3. März abgestimmt wird. Daran will der Bündner Regierungspräsident Hansjörg Trachsel festhalten. «Der Kanton kann ein solches finanzielles Risiko nicht tragen.» Er will die aktuelle Diskussion über die Finanzen nicht überbewerten: Die Finanzkommission habe lediglich einen Mitbericht verfasst. Entscheiden würden bei einem Bündner Ja schliesslich die eidgenössischen Räte. Und: «Das Geld muss einfach reichen. Es wurde konservativ budgetiert.» Frohe Kunde dafür von den Olympia-Promotoren: Die bisher ungedeckten 300 Millionen Franken sind eliminiert.